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"Ungeplant schwanger - Wie geht es weiter?" ÄGGF stellt in Fachkonferenz Ergebnisse zur Wirksamkeit einer ärztlichen Präventionseinheit in Schulen vor

Jugendliche sollen nicht nur wissen, wie man ungewollte Schwangerschaft sehr sicher verhüten kann, sondern auch, wie es weiter geht, wenn Verhütung nicht klappt. Die ÄGGF hat in dem Projekt „ungeplant schwanger- wie geht es weiter?“ in Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bundesweit in 1.000 ärztlichen Informationsveranstaltungen knapp 19.000 Jugendliche in verschiedenen Schultypen mit dem Focus Primär und Sekundärprävention der ungeplanten Schwangerschaft erreicht. Dabei wurden auch Ängste, Konfliktsituationen, Befürchtungen und entsprechende Lösungswege thematisiert. Denn laut Untersuchung der BZgA sieht die Mehrzahl von Teenagern eine Schwangerschaft in ihrem Alter als "Katastrophe" an.

Die BZgA förderte seit 2015 die Integration des Themas „Ungewollte Schwangerschaften“ in die ärztlichen Präventionsveranstaltungen an Schulen. Das Angebot wurde von der „Ärztlichen Gesellschaft zur Gesundheitsförderung“       (ÄGGF e.V.) entwickelt, und in 10 Bundesländern durchgeführt.

Dr. med. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, betont: „Mädchen müssen frühzeitig darüber informiert werden, dass sie in einer Notlage nicht alleine sind. Sie sollen wissen, wohin sie sich wenden können – sei es an eine frauenärztliche Praxis oder an eine der Schwangerschaftsberatungsstellen, die es in Deutschland flächendeckend gibt. In den Unterrichtseinheiten werden Schülerinnen und Schülern genau diese hilfreichen Informationen vermittelt, wie die Evaluationsergebnisse eindrucksvoll belegen.“

Hiernach führt die Intervention zu

  • einem signifikant größeren Wissenszuwachs über Verhütung und Unterstützungsangebote
  • einer deutlichen Steigerung der Intention zur Nutzung von Pille und Kondom
  • einem ausgeprägten Zuwachs in der Selbstwirksamkeitserwartung im Falle einer möglichen ungeplanten Schwangerschaft

Weitere Ergebnisse:

  • Die Aufbereitung der Information war so verständlich, dass Schüler*innen mit und ohne Migrationshintergrund gleichermaßen profitierten.
  • Alle bewerteten die Informationsstunde sowie die vermittelnde Ärztin als sehr positiv.

Neben der Vorstellung der Evaluationsergebnisse wurden auf der Fachkonferenz Strategien der Prävention und der Unterstützung zu ungewollten Schwangerschaften thematisiert. Teilnehmende der Fachtagung waren Ärztinnen und Ärzte, beratende Sozialpädagoginnen und -pädagogen, Hebammen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Länder und von Verbänden.

Es gab spannende Impulsvorträge und Diskussionen unter anderem zum Wissensstand über Sexualität und Verhütung  bei Jugendlichen, zur Prävention im Setting Schule, zu Häufigkeit und Auswirkungen verdrängter Schwangerschaft – nicht nur bei Jugendlichen, Besonderheiten in der Betreuung jugendlicher Schwangerer und zu neuesten Ergebnissen zur Erfahrung mit der „vertraulichen Geburt“ deutschlandweit und der Bedeutung des Hilfetelefons.

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